mittendrin

•März 12, 2008 • 1 Kommentar

Ein paar Tage noch und dann haben wir eine Woche Ferien.  Ich bin zur Zeit sehr beschäftigt und suche einen Weg, wodurch ich meine Last leichter machen kann.  Meine Klasse sind sehr interessant und ich lerne viel, aber ich habe jetzt so viele Verantwortlichkeiten, die ich völlig erschöpft und total gestresst bin.  Ich muss etas ändern, sodass ich mehr Zeit für mich und für meine Familie habe.

Heute muss ich noch eine Arbeit schreiben, dann heute Abend halte ich einen Vortrag über Podcasting.  Morgen muss ich noch etwas fertig schreiben und dann morgen Abend lese ich vor bei der Auftretung von Mark Minor.  Am Freitag fahren wir nach Texas und bleiben die ganze Woche dort.  Es ist eine schlechte Idee, zu jener Zeit Hausaufgabe zu machen, denn ich soll die Zeit mit meiner Familie verbringen.

Nächstes Mal wird es nicht so sein.  Komm, Sommer, komm.

in Namen Gerlinde

•Januar 20, 2008 • 1 Kommentar

Heute Abend war ich mit Marion und Ed.  Wir haben Ed besucht, denn er wollte über das Stipendium sprechen, das er in Namen Gerlinde begründen wollte, um sie zu ehren.  Es war so schön bei ihm und wir haben viel besprochen, aber meistens haben wir nur zugehört, weil er viel zu sagen hatte.

Es war so schön, in ihrem Haus zu sein, wo sie nur vor einem Monat hin und her gelaufen war.  Alles war so bequem und heimlich, mit Fotos oder Teller oder Nippsachen aus Deutschland, die an der Wand hängen.

Ich wünsche nur, dass entweder Gerlinde ein bisschen persönlicher war oder, dass ich ein bisschen mehr Mut hatte, um freundlicher mit ihr zu sein, denn ich war immer so nervös bei ihr.  Jetzt weiß ich aber, dass sie nichts als Glückwünsche für uns alle hatte.  Aber jetzt ist es zu spät, sie zu umarmen.  Ich hatte das nur einmal gemacht, als sie mir ein Stipendium erteilt hatte.  Das war in 2004, glaube ich.

Wir werden sie sehr vermissen.

Denkmal

•November 24, 2007 • 2 Kommentare

Denkmal

 

Denkmal ist mir ein interessantes Wort, denn es klingt gesprächsorientiert, wie eine Anweisung oder besser, eine Einladung. Das Wort allein bringt man mitten in den Satz, eine Geste des Nachdenkens. Denkmal hat ein persönlicher Klang, als ob eine riesige, aber ruhige Stimme aus dem Stein kommt. Sag mal, warte mal, denk mal. Ich stehe vor dem großen Ding, einer gewaltigen Figur aus Stein oder Bronze und ich überlege, wie es einmal war und was damals passiert ist.

Das heißt, Denkmal.

zu Hause

•November 18, 2007 • Kommentar schreiben

„Zuhause ist heute, wenn ich bei Mama bin. Wenn ich bei meiner Mutter bin, habe ich immer Hunger und ich weiß, auf dem Herd steht etwas. Und dann gibt es noch ein Zuhause, das ist bei meinem Mann. Und wo mein Mann ist, ist zuhause. „

Das ist aus einem Podcast, den ich gerade zuhöre. Ich liebe diesen Satz. Obwohl das nicht das Gefühl ist, das ich habe, wenn ich an meiner Mutter denke, vielleicht können meine Kinder so etwas sagen, wenn sie älter sind.

Hiker departs the PostBus

•November 3, 2007 • Kommentar schreiben

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Hiker departs the PostBus, originally uploaded by ae.

Habe das auf Flickr gefunden. So was möchte ich nächstes Jahr machen. Rein bergauf in die Luft.

Spät in der Nacht

•Oktober 6, 2007 • 2 Kommentare

Meine Gedanken sind heute Abend so weit umhergestreut. Ich habe aus irgendeinemgrund sehr viel an alten Freunden gedacht und ein bisschen sie im Internet gesucht, ob zu wissen, wo sie jetzt eigentlich sind. Habe ein paar Fotos von ihnen gefunden. Mit der leisen, gefühlmäßigen Musik und diesen durcheinandergebrachten Gedanken bekomme ich so eine merkwürdige Stimmungslage.

Nach noch eine Besprechung von Familienproblemen habe ich mich tief in andere Gedanken versunken. Manchmal kreige ich so ein kraftvolles Gefühl und ich erkenne wie schnell die Zeit vorbei geht. Ich will plötzlich alles dokumentieren, Fotos machen, meine Geschichten aufschreiben, und nur mit Benjamin und meinen Töchtern sein. Oder auch nach Europa reisen und vielleicht in der Schweiz arbeiten. Weiß ich nicht.

Fühle ich mich heute Nacht rutschig und unsicher, als ob ich keinen richtigen Plan hatte. Bin nur achtundzwanzig. Fühle ich mich mehr lebendig als je. Möchte Gedichte vorlesen, spät in der Nacht herumlaufen. Aber ich habe Angst vor allein sein, draußen im Dunkel.

Was hängt da an der Tür?

•September 27, 2007 • Kommentar schreiben

Ich habe eine lustige Geschichte heute Abend.

Manchmal gehen meine Töchter mit mir zur Uni. Sie besuchen meinen Deutschkurs und auch Altgriechisch. Jeden Tag, an dem die Mädchen zum Unterricht kommen, zeichnen sie Bilder fast die ganze Zeit. Wenn sie zum Griechisch kommen, zeichnen sie Bilder mit griechischen Wörtern darauf und dann nachher geben sie meinem Professor die Bilder. Er freut sich jedes Mal und dabei kriegen sie einen genügenden Zuspruch um neuen Bilder am nächsten Mal ihm zu zeichnen.

Mein Professor ist vielleicht 58 oder 60, sehr intelligent, liebenswürdig und sehr gebildet. Er hat einen langen grauen Bart, seine grauen Haare geht bis zum seinen Schultern, und er trägt jeden Tag einen tollen Anzug. Also, er ist sehr altmodisch und ganz klasse. Ich finde ihn so merkwürdig, total ungewöhnlich. Er weißt so viel, dass man es nicht glauben kann. Er ist wie ein redendes Buch. Und er akkzeptiert die Bilder meiner Töchter, mit ihren kleinen griechischen Wörter daruf geschrieben- total süß!

Aber heute, habe ich mit ihm zu seinem Büro gegangen. Wir haben ein paar Bücher besprochen und plötzlich schaute ich an seine Tür. Da hing ein Bild von meiner Tochter an der Tür! Zwei Männer auf Pferde, mit Sprechblasen über ihren Köpfen. In der Sprechblase steht griechische Wörter. Ein dritter Mann folgt, auch auf einem Pferd, und er hat auch einer Sprechblase, und darin stehen die Wörter, „Was sagen sie?“ (natürlich auf Englisch)
Ganz unten, in kleiner Schrift, stehen die Wörter meines Professors, „Von einer jungen Gelehrte von Greichisch“

Ich habe so gelacht, bis zum Tränen! Und er schaut mich an, ganz ernst, macht einen zufriedenden Eindruck, und lächelnde, sagte in einer sachten Stimme, „Ja, das hat viele Aufmerksamkeit erregt. Anderen finden es ganz schön.“ Und ich fand es so schwierig, mich das Lachen zu verbeißen. Ach, war das eine Überraschung–Du musst verstehen was für einen Kontrast es gibt zwischen dieses Bild und das persönliche Benehmen meines Professors! Und es steht an seiner Tür aufgeklebt! So lustig war es heute, ich lache noch beim Gedanken daran.

wieder an der Übersetzungsarbeit

•September 21, 2007 • Kommentar schreiben

Heute Nachmittag habe ich mit der Professorin, für die ich arbeite, gesprochen. Ich habe ihr eine Übersetzung eines Inhaltsverzeichnis gegeben und sie mir noch ein paar Artikel zu übersetzen gegeben. Die Arbeit ist nicht mühsam aber es braucht Zeit. Wenn ich ihr die Zeit wirklich gebe, dann entdecke ich so eine fazinierende Welt der Sprache und Gedanken. Jetzt übersetze ich einige Beiträge zur Geschichte des lauten Lesens und Schreibens, aus dem Jahr 1927. Der Text selbst ist eine Übersetzung aus Ungarisch ins Deutsch, aber das Deutsch ist sehr gut, und die Arbeit fließt.

Die Zeit geht so schnell vorbei. Man muss alles aufschreiben, Geschichten und Erinnerungen aufschreiben, sodass sie nicht zu Grunde gehen. Ich habe bei weitem nicht so viel erfasst, wie ich vorgehabt hatte. So viele Geschichten von meinen Kindern und meinem Mann verschwinden, ohne ein Wort von mir, außer was in meinem Kopf liegt. Völlig geräuschlos ist die Vergangenheit und kurz ist das Leben.

Freunde in der Schweiz

•September 3, 2007 • 2 Kommentare

Seitdem ich wieder in Oklahoma bin, habe ich drei Emails von meinen neuen Freunden inder Schweiz bekommt und drei habe ich an ihnen geschrieben.  Ich habe diese Emails, wenn nötig, ins Englisch übersetzt, sodass benjamin alles verstehen könnte.  Die Familie, die ich jetzt kennen lerne, ist sehr interessant, und ich möchte weiter so mit ihnen in Briefkontakt stehen.  Ihr Leben unterscheidet sich stark von unserem, aber wir haben auch viel gemeinsam, besonders weil sie Christen sind.  Es ist schwer eine Fernbeziehung mit jemandem zu haben, aber das Internet macht es einfacher, und so, mit Emails hin und her, versuchen wir in Kontakt zu bleiben.

im Lande des Schattens

•September 2, 2007 • Kommentar schreiben

Ich habe schon lange gewusst, dass meine Familie eine Katastrophe ist. In den letzten paar Tagen habe ich herausgefunden, wie schlecht es eigentlich ist. Das Problem is viel größer gewachsen, als es irgendwann einmal war. Mein Bruder ist fürchterlich unwohl und wird ständig schlechter. Wer weiß, wenn er eines Tages sich umbringen wird. Meine Mutter spielt keine Rolle in meinem Leben außer eine Schmerzquelle–und mein Vater auch. Sie hassen und verstehen nicht meinen Mann, der ich so viel liebe und vertrauen. Ich glaube, sie würden irgenwie glücker sein, wenn auch meine Ehe zusammenbreche, denn ihre Leben sind so unglaublich leidgetränkt.

Was ich nicht gewusst habe, obwohl ich habe mich dann und wann darüber gewundert, ist, dass sie mein englisches Blog lesen. Nicht nur das, aber auch, dass meine Eltern mein Blog lesen, kontaktieren mich nicht, sondern sie plagen meinen Bruder darüber, ob er das und das wusste, und so weiter. Natürlich weiß er nichts von mir, weil wir nicht sprechen. Ich weiß nicht, ob er auch mein Blog gelesen hat, aber ich dachte nicht viel daran, eigentlich.

Zuerst dachte ich, das ist ein Problem, und ich habe mein Blog abgesperrt, sodass nur meine Freunden es lesen könnte. Dann habe ich mich gefragt, ob das wirklich die beste Idee ist…denn wen meine Eltern lesen es, könnte ich vielleicht ihnen etwas durch das Blog sagen, das sie nicht am Telefon oder persönlich zuhören würden? Also habe ich mein Blog wieder geöffnet, sodass alle das lesen kann. Und wenn ich etwas posten will, das nur für Favoriten oder Freunden ist, wähle ich das im Dingsbums.

Was für eine gute Idee diese eigentlich ist, weiß ich nicht. Sicher werden die Eltern meinen Bruder noch plagen, aber das ist nicht meine Sache. Er sollte sie widerstehen, aber er will ihnen noch einen „guten Sohn“ sein, obwohl sie ihn schlecht behandeln.