in Namen Gerlinde
Heute Abend war ich mit Marion und Ed. Wir haben Ed besucht, denn er wollte über das Stipendium sprechen, das er in Namen Gerlinde begründen wollte, um sie zu ehren. Es war so schön bei ihm und wir haben viel besprochen, aber meistens haben wir nur zugehört, weil er viel zu sagen hatte.
Es war so schön, in ihrem Haus zu sein, wo sie nur vor einem Monat hin und her gelaufen war. Alles war so bequem und heimlich, mit Fotos oder Teller oder Nippsachen aus Deutschland, die an der Wand hängen.
Ich wünsche nur, dass entweder Gerlinde ein bisschen persönlicher war oder, dass ich ein bisschen mehr Mut hatte, um freundlicher mit ihr zu sein, denn ich war immer so nervös bei ihr. Jetzt weiß ich aber, dass sie nichts als Glückwünsche für uns alle hatte. Aber jetzt ist es zu spät, sie zu umarmen. Ich hatte das nur einmal gemacht, als sie mir ein Stipendium erteilt hatte. Das war in 2004, glaube ich.
Wir werden sie sehr vermissen.

Ich fühle mich gleichweise. Für eine lange Zeit wollte ich Gerlinde anrufen oder emailen und ihr sagen, dass sie eine große Beeinflussung auf meine Bildung gehabt hatte; und sie zu danken. Vor ihr hatte ich auch immer ein Bißchen Angst. Diese Dinge habe ich auch nie gesagt und das bedauere ich sehr. Hat etwas je von diesem Stipendium gekommt?